Die Königliche Kunst

Aus dem Annahmeritual „ Mit Gunst grüße ich die königliche Kunst“.

Mit Verlaub,, ich grüße was?. Warum grüße ich mit Gunst? Als angenommener Bruder kenne ich die königliche Kunst, ich wende mich ihr geistig aufgeschlossen und in positiver Gesinnung zu, ich wende mich dem Osten zu, dort wo der große Baumeister aller Welten seinen Platz hat, ich wende mich auch meinen neuen Brüdern zu, mit denen ich etwas Gutes teile, nämlich die königliche Kunst. […]

Johannisfest

Ehrwürdiger Meister, liebe Brüder alle! Wir Freimaurer sind Lichtsucher. Jetzt, zur Sommersonnenwende, wenn der hellste Tag des Jahres erreicht ist, der Tag mit der größten Lichtfülle, feiern wir das bedeutendste, das wichtigste Fest unseres Bundes, das Johannisfest. Seit Gründung der ersten Großloge am 24. Juni 1717 in England feiern Freimaurer in aller Welt dieses Fest[…]

Der Plan des Großen Baumeisters

Ich beginne mit einem Zitat: „Wenn wir jedoch eine vollständige Theorie entdeckten, dürfte sie nach einer gewissen Zeit in ihren Grundzügen für jedermann verständlich sein, nicht nur für eine Handvoll Spezialisten. Dann werden wir uns alle – Philosophen, Naturwissenschaftler und Laien – mit der Frage auseinandersetzen können, warum es uns und das Universum gibt. Wenn[…]

Toleranz und Selbsterkenntnis

„Wer sich selbst aus toleranten und intoleranten Episoden seines Lebens kennt, weiß, daß Toleranz einem schwierigen Lernprozeß unterliegt“ (Mitscherlich), der egoistische und gewalttätige Verhaltensweisen infrage stellt.   Erst durch die Fähigkeit, sich selbst selbstkritisch zusehen und ein unbe-herrschtes Benehmen nicht mehr zuzulassen, hat der Einzelne die Chance, konfliktfreier und verständnisvoller mit seinen Mitmenschen umzugehen.  […]

Er ist Freimaurer

Es ist kein Zufall, dass viele Männer zu uns gekommen sind, die im Leben eigentlich schon alles erreicht hatten. Das ist selbstverständlich kein Kriterium für uns. Ein freier Mann von gutem Ruf kann sehr wohl 25 Jahre alt sein.

In der langen Zeit des Bestehens der Freimaurerei hat es Männer aller Schattierungen unter uns gegeben. Wir geben jedoch nicht viel auf die Vergangenheit, selbst wenn sie eine Stunde zurückliegt. Die Gegenwart und die Zukunft zählen. Die der Menschheit, ihre und unsere. […]

Bildung

Der französische Schriftsteller und Philosoph Jean-Jacques Rousseau (1712-1778) hat einmal gesagt: „ Das Ziel der Erziehung … muss die Formung von Herz, Urteilskraft und Verstand sein, und das in dieser Reihenfolge. Die meisten Lehrer … betrachten den Erwerb und die Ansammlung von Wissen als die einzige Aufgabe einer glanzvollen Erziehung und bedenken nicht, dass oftmals ein gelehrter Tor törichter ist als ein unwissender.“ […]

Jeder sei seiner Pflicht eingedenk

Ich schlief und träumte,
das Leben wäre Freude,
ich erwachte und sah,
das Leben war Pflicht;
ich handelte und siehe
die Pflicht war Freude.

TACORE – indischer Philosoph

In dem Roman „Deutschstunde“ von Siegfried Lenz wird ein Jugendlicher geschildert, dem in der Schule während der Deutschstunde das Aufsatzthema „Die Freuden der Pflicht“ gestellt wird und der daran scheitere. Trotz allem Bemühen gelingt es ihm nicht, zu diesem Thema etwas zu sagen und er gibt ein leeres Blatt ab. […]

Das Wesen des Sterbens und des Todes

In dieser Zeichnung versuche ich, die verschiedenen Aspekte des Sterbens, unter Hilfenahme einschlägig bekannter Publikationen zu beleuchten.

Sterben und Tod sind Themen, die unsere heutige Gesellschaft mit ihrer abgöttischen Verehrung der Jugend verdrängt, wenn nicht sogar verleugnet hat, und doch fasziniert der Tod in irgendeiner Form jeden von uns, er ist eine Erfahrung, die wir mit allen Menschen teilen. Der Tod bleibt und ist ein Mysterium und ist doch eigentlich etwas sehr alltägliches. Es ist kein Zustand, sondern ein ständig ablaufender Prozess und ein Teil des Lebens, welches zum Tode unausweichlich hinführt. Er bringt einen begonnen Zyklus zu Ende und ist zugleich die Geburt von etwas Neuem. […]

Zukunftsangst

Zu unserem Jahresthema Zukunft beobachtete ich in unserer letzten Klausurtagung eine spannende Diskussion. So hatte ich den Eindruck, dass der eine oder andere ältere Bruder eben nicht nur Bedenken zum aktuellen Zeitgeschehen hat, sondern auch schlichte Angst. Es lag für mich nahe das Thema Zukunftsangst zu wählen. Mein Ziel war es zu zeigen, dass es keinen Anlass zu Angst gibt.  […]

Johannes der Täufer

Nichts Neues ist, dass sich die englische Freimaurerei ohne wesentliche Zäsuren aus den alten Bauzünften entwickelt hat und demzufolge ein einheitliches, aus Tradition übernommenes Symbolgut aufweist.

Nichts Besonderes ist, dass König Salomons Tempel das zentrale Symbol der gesamten Freimaurerei ist und dass in ihrem Brauchtum Johannes der Täufer und Johannes der Evangelist eine hervorragende Rolle spielen, waren sie doch von alters her ihre Schutzpatrone. Sie stehen im Kalender an zwei markanten Punkten der jährlichen Sonnenbahn: der Evangelist für die Wintersonnenwende und der Täufer am Tag der Sommersonnenwende. Vom letzteren soll in meiner Zeichnung die Rede sein. […]

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